ödp Landsberg

CORONA-ÖDP-Dashboard (Diagramme Stand 27.7.2021)


Landsberg, den 27.7.2021
Dr. Rainer Gottwald
Kreisvorsitzender ÖDP Landsberg am Lech


Wir haben unser Dashboard neu gestaltet:

1. Unser Dashboard allgemein

Seit Februar 2021 besteht das Corona-Dashboard des Kreisverbands Landsberg der ÖDP. Es stand und steht in Konkurrenz zu den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Unsere Zahlen werden nach wissenschaftlichen Grundsätzen behandelt, worauf schon oft hingewiesen wurde. Es sei nochmals kurz wiederholt: Wichtige Coronazahlen werden täglich veröffentlicht: die Fallzahlen der PCR-Positiv-Getesteten, die Sterbefälle, die Belegung von Krankenhausbetten. Diese Zahlen stehen seit Februar 2020 zur Verfügung, das sind bis heute rund 500 Zahlen für jede Größe.

Zur Untersuchung dieser Größen gibt es seit hundert Jahren die Zeitreihenanalyse. Diese zerlegt die Zahlen in drei Bestandteile: den Trend (stabile störungsfreie Entwicklung), die jahreszeitliche Größe (Saison) und eine nicht näher bestimmbare und möglichst kleine Restgröße (sog. Weißes Rauschen).

In Deutschland werden zwei Analyseverfahren angewendet: Das Berliner Verfahren (Statistisches Bundesamt) und das X-12-Arima-Verfahren (Arbeitsagentur Nürnberg). Unsere Zeitreihenanalyse ist ein stark modifiziertes Berliner Verfahren.

Am wichtigsten ist natürlich der Trend. Damit können taggenau die Wendepunkte festgestellt werden. Der Trend ist die Basis für Prognosen und die Grundlage von Kausalrechnungen: Was ist Ursache, was Wirkung und wie groß ist der Zeitabstand dazwischen.

Auf unserer Homepage sind bei den Fallzahlen der PCR-Positiv-Getesteten die drei Bestandteile (Trend, Saison und Rest) eingezeichnet. Bei den Sterbefällen nur der Trend.

Schaut man sich die Grafik für Deutschland an und hier speziell den Trendverlauf, so sieht man die Wellen der Pandemie, deren Anfang und Ende genau festgestellt werden kann. Interessant ist vor allem die letzte Welle vom 16.2.2021 bis heute.

Der Rückgang der Positiv-Getesteten ist exponentiell. Allerdings geht der Rückgang nicht direkt auf null zu, sondern er läuft allmählich aus. Diese Entwicklung bezeichnet man als asymptotisch gegen Null.

Es wird also stets Positiv-Getestete geben. In Zahlen ausgedrückt sind es täglich rund 630 neue Positiv Getestete. Am Höhepunkt der jetzigen Welle (20.4.2021) waren es täglich 20.000 Fälle.

Die Entwicklung bei den Sterbefällen ist fast identisch. Hier ist schon fast die Null-Linie erreicht. Im Durchschnitt sind aktuell täglich 17 Sterbefälle zu verzeichnen. Am Höhepunkt der Pandemie (14.1.2021) waren es übrigens rund 830 Sterbefälle.

2. Das Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI)

Das RKI veröffentlicht täglich als wichtigste Maßzahl sog. Inzidenzwerte. Sie werden gebildet aus der Summe der Fallzahlen der PCR-Positiv-Getesteten der letzten sieben Tage in Relation zur Bevölkerungszahl (z.B. 83 Mio. Einwohner für Deutschland). Jeden Tag kommt ein neuer Wert dazu und der älteste Wert wird gestrichen. Mit dieser „Methode“ hofft man, die niedrigen Werte am Wochenende auszugleichen, d.h. eine Art Saisonbereinigung. Die Statistik wird dadurch sehr verzerrt, da jeder Wert sieben Tage lang in der Berechnung enthalten ist. Das ist unschön bei niedrigen „Inzidenzen“, wie sie derzeit herrschen (Wert von 10). Ein einziger Ausreißer nach oben genügt um die Inzidenz eine Woche lang hoch zu halten.

Diese Methode hat mit Statistik nichts zu tun. Man kann sich nur wundern, dass noch kein Statistik-Professor dagegen vorgegangen ist. Dass Politiker und Regierungen gutgläubig mitgemacht und sogar das Infektionsschutzgesetz mit diesen Inzidenzwerten ausgestattet haben, zeigt deren Schwächen auf im Bestreben nach Absicherung durch Fachleute. Übrigens: „Der Begriff Institut ist nicht rechtlich geschützt, weshalb es gerade in diesem Bereich nicht nur seriöse Unternehmen gibt“ (Abfrage Google zum Begriff Institut vom 14.7.2021).

Es gibt beim RKI noch etwas Unverständliches: Das RKI erstellt keine Interpretationen seiner Daten wie oben beschrieben (Berliner Verfahren), sondern überlässt es dem Anwender, was er mit den Zahlen macht. Andererseits werden jedoch diese irreführenden Inzidenzzahlen „berechnet“ und als Maß aller Dinge veröffentlicht. Die folgende Übersicht zeigt den Vergleich der Methode des RKI und was hinter den Diagrammen unseres Dashboards steckt.

Attach:RKI-Zeitreihenanalyse.pdf (Gegenüberstellung Inzidenzberechnung RKI und Zeitreihenanalyse dieses Dashboard)

Niemand hat die Trivialität des RKI bemerkt, weder Virologen, Epidemiologen, Politiker jeglicher Couleur und leider auch die Statistikprofessoren an die Universitäten und Hochschulen. Man muss sich schämen jemals eine Statistik-Vorlesung gehört zu haben. Jedenfalls, die Inzidenzzahlen gehören in den Papierkorb und dürfen nicht mehr veröffentlicht werden. Was veröffentlicht werden muss steht im nächsten Punkt.

3. Ein einziger Indikator aus Fallzahl, Krankenhausbetten und Sterbefällen

Endlich haben mehrere Personen eingesehen, dass die Inzidenzzahlen nicht mehr die einzige Basis sein dürfen. Dazu soll nun ein einziger Indikator gebildet werden. Mit einer solchen neuen Zahl ist das Chaos vollkommen. Es gibt in der Pandemie folgende Kausalkette (worst case):

PCR-Positiv-Getestete – Intensivbetten im Krankenhaus - Sterbefälle

Die Zusammenfassung zu einem einzigen Wert zerstört diese Kausalkette. Man muss daher diese drei Größen stets für sich betrachten, wie es auf unserem Corona-Dashboard geschieht. Die vom DIVI-Register gemeldeten Krankenhausbetten sind noch nicht integriert. Sie spielen derzeit aber keine große Rolle. Letzten Herbst waren 5.850 Intensivbetten belegt, aktuell sind es nur noch rund 350 mit weiterhin fallender Tendenz.

4. Delta-Mutation

Während die Delta-Variante in Großbritannien bereits 96 Prozent der Corona-Infektionen ausmacht, liegt ihr Anteil in Deutschland z. Z. bei rund 74 Prozent lt. Robert-Koch-Institut.

Die Delta-Mutation ist nicht mehr unbedingt tödlich. Der Beweis: Das Diagramm für Deutschland:

Bei der 1. Welle im Frühjahr 2020 stiegen die Infektionen und parallel dazu die Sterbefälle. Ebenso bei der 2. Welle im Herbst 2020, die Infektionen stiegen dramatisch und ebenso die Sterbefälle. Bei der 3. Welle im Frühjahr 2021 wegen der forcierten Tests stiegen ebenfalls die Infektionen, die Sterbefälle aber nur noch geringfügig. In der 4. Welle wegen der Delta-Mutation steigen zwar die Infektionszahlen, die Sterbefälle steigen aber überhaupt nicht, sie fallen stetig und sind nahe bei Null. Zwischen der Delta-Mutation und den Sterbefällen gibt es also keinen Zusammenhang.

In Großbritannien sind seit Mai die PCR-Positiv-Getesteten dramatisch in die Höhe geschnellt. Die Zahl der Sterbefälle ist aber nach wie vor auf niedrigstem Niveau. Das Delta-Virus verbreitet sich rasend schnell, wirkt aber nicht unbedingt tödlich. Auch hier sieht man eindrucksvoll, dass die Delta-Mutation nicht die Sterbefälle erhöht. Im Gegenteil, sie gehen zurück. Diese Aussage des fehlenden Zusammenhangs gilt für die Hälfte der im dashboard gezeigten Länder (z.B. Österreich, Belgien, Dänemark, Italien, Niederlande, Portugal, USA).

Diagramme für Deutschland und die 16 Bundesländer (Das Wendepunkt-Datum steht hinter jedem Bundesland in Klammern):

Attach:Deutschland.pdf (Grafiken Stand 30.7.2021 "Infizierte" und "Tote") (83 Mio. Einwohner, 49,8 Mio. Erstimpfungen; Impfquote=61%); Höhepunkt 3. Welle: 20.4.2021)

Attach:Baden-Württemberg.pdf (Grafiken Baden-Württemberg; 24.4.2021)

Attach:Bayern.pdf (Grafiken Bayern; 18.4.2021)

Attach:Berlin.pdf (Grafiken Berlin; 18.4.2021)

Attach:Brandenburg.pdf (Grafiken Brandenburg; 14.4.2021)

Attach:Bremen.pdf (Grafiken Bremen; 16.4.2021)

Attach:Hamburg.pdf (Grafiken Hamburg; 31.3.2021)

Attach:Hessen.pdf (Grafiken Hessen; 21.4.2021)

Attach:Mecklenburg-VP.pdf (Grafiken Mecklenburg-VP; 16.4.2021)

Attach:Niedersachsen.pdf (Grafiken Niedersachsen; 19.4.2021)

Attach:Nordrhein-Westfalen.pdf (Grafiken Nordrhein-Westfalen; 21.4.2021)

Attach:Rheinland-Pfalz.pdf (Grafiken Rheinland-Pfalz; 20.4.2021)

Attach:Saarland.pdf (Grafiken Saarland; 21.4.2021)

Attach:Sachsen.pdf (Grafiken Sachsen; 18.4.2021)

Attach:Sachsen-Anhalt.pdf (Grafiken Sachsen-Anhalt; 19.4.2021)

Attach:Schleswig-Holstein.pdf (Grafiken Schleswig-Holstein; 17.4.2021)

Attach:Thüringen.pdf (Grafiken Thüringen; 14.4.2021)

Attach:DtldTests.pdf (Nachweis des Zusammenhangs zwischen Anzahl der Tests und PCR-Positiv Getestete ("Infizierte")-Stand: 28. Kalenderwoche)

Diagramme für Landkreise in Bayern:

Attach:Landsberg.pdf (Grafik Landkreis Landsberg am Lech; 14.4.2021)

Diagramme für die Nachbarländer von Deutschland (im Uhrzeigersinn) Stand: 27.7.2021:

Attach:Österreich.pdf (Grafiken Österreich)

Attach:Schweiz.pdf (Grafiken Schweiz)

Attach:Frankreich.pdf (Grafiken Frankreich)

Attach:Luxemburg.pdf (Grafiken Luxemburg)

Attach:Belgien.pdf (Grafiken Belgien)

Attach:Niederlande.pdf (Grafiken Niederlande)

Attach:Dänemark.pdf (Grafiken Dänemark)

Attach:Polen.pdf (Grafiken Polen)

Attach:Tschechien.pdf (Grafiken Tschechien)

Diagramme für Länder in Europa Stand: 27.7.2021:

Attach:Italien.pdf (Grafiken Italien)

Attach:Portugal.pdf (Grafiken Portugal)

Attach:Spanien.pdf (Grafiken Spanien)

Attach:Großbritannien.pdf (Grafiken Großbritannien) (67 Mio. Einwohner; Erstimpfungen: 57 Mio. Impfquote: 86%; Total: 43 Mio. Impfquote: 64%)

Attach:Irland.pdf (Grafiken Irland)

Attach:Schweden.pdf (Grafiken Schweden)

Attach:Finnland.pdf (Grafiken Finnland)

Diagramme für Länder in Asien Stand: 27.7.2021:

Attach:Indien.pdf (Grafiken Indien)

Attach:Israel.pdf (Grafiken Israel)

Attach:Nepal.pdf (Grafiken Nepal)

Attach:Japan.pdf (Grafiken Japan)

Diagramme für Länder in Afrika Stand: 27.7.2021:

Attach:Südafrika.pdf (Grafiken Südafrika)

Attach:Ägypten.pdf (Grafiken Ägypten)

Attach:Äthiopien.pdf (Grafiken Äthiopien)

Attach:Senegal.pdf (Grafiken Senegal)

Diagramme für Länder in Amerika Stand: 27.7.2021:

Attach:USA.pdf (Grafiken USA)

Attach:Brasilien.pdf (Grafiken Brasilien)

Attach:Chile.pdf (Grafiken Chile)

Dokumente:

Attach:Staatskanzleien-27.7.2021.pdf (Brief an die Staatskanzleien)
Attach:Keine-Kausalität.pdf (Keine Kausalität mehr zwischen Positiv Getesteten und Sterbefällen)

Attach:Dritte-Welle.pdf (Aufsatz Prof. Bergholz - 3. Welle oder nicht? Bestätigt Pseudowelle in den Diagrammen)

Attach:MdL-23.4.2021.pdf (Schreiben an Bayerische MdL- Kritik an Infektionsschutzgesetz, Impfpolitik)

Attach:Kauermann.pdf (Statistiker, LMU München)

Attach:Lindner.pdf (Verfassungsrechtler; Bericht im LT vom 09.02.2021)

Attach:Einzelhandel.pdf (Einzelhandel droht mit Klage; Bericht im LT vom 26.02.2021)

Attach:Schlott.pdf (Offene Gesellschaft nimmt Schaden; Bericht im LT vom 3.03.2021)

Attach:Pressemitteilung20210309.pdf (Pressemitteilung)

Attach:Inzidenzwerte.pdf (Pressemitteilung-8.3.2021 und Leserbrief)

Attach:Artikelsammlung.pdf (LT v. 13.3."ÖDP LL kritisiert Corona-Politik; 2 Werbeanzeigen der ÖDP)

Attach:Paradigmenwechsel.pdf (Schreiben an die Landräte v. 26.3.2021 - Paradigmenwechsel - weg von Inzidenzzahlen)

Attach:Inzidenzwert.pdf (Inzidenzwert-Der politische Irrweg - Dr. A. Pajunk v. 9.4.2021)

Attach:Innenminister-Herrmann.pdf (Schreiben des Bayer. Innenministers Herrmann v. 19.4.2021)